Orthopädie - Sportmedizin - Chirotherapie - Physikalische Therapie - Orthopädische Operationen

Hüfte

Beschwerden am Hüftgelenk können in jedem Lebensalter auftreten, anlagebedingt oder durch erworbene Veränderungen.

Einer der orthopädischen Schwerpunkte ist stets die Beurteilung und Verlaufskontrolle der kindlichen Hüftentwicklung. Hierzu stehen die modernen Methoden der Sonographie zur Verfügung. Hiermit ist es in einem für den kleinen Patienten nicht belastenden Verfahren möglich, Wachstums- und Entwicklungsstörungen sehr frühzeitig zu erfassen.

Im jugendlichen und Erwachsenenalter spielen dann Verletzungen des Hüftgelenkes eine Rolle, hierbei kommt es neben Zerrungen und Verstauchungen in seltenen Fällen auch zu Verrenkungen oder Knochenbrüchen. Die leichteren Formen der Verletzungen können gut ambulant behandelt werden. Die Versorgung von Verrenkungen, Brüchen oder Arthrosen ist der stationären Therapie vorbehalten.

Neben der Sonographie im Neugeborenen- und Säuglingsalter steht bei der Diagnostik die Röntgenuntersuchung im Vordergrund. Zusätzliche Informationen erhält man mittels Computertomographie oder Kernspintomographie. Bei den Behandlungen beschränken sich die ambulanten Möglichkeiten vorwiegend auf medikamentöse und physiotherapeutische Versorgung.

Bei der Behandlung von Verletzungen oder Arthrosen bietet sich zusätzlich die Möglichkeit einer Biostimulation durch Magnetfeldtherapie an. Die operativen ambulanten Behandlungsmöglichkeiten sind beschränkt. Ich biete Metallentfernungen und Schleimbeutelentfernungen bei chronischen Entzündungen und auch die Arthroskopie der Hüfte.

Eine neue Vorschrift im Bereich der minimalen invasiven Behandlung der Gelenke ist die arthroskopische Behandlung des Hüftgelenks. Die Arthroskopie findet unter Narkose durch einen ca. 3 mm breiten Zugang statt. Zunächst werden die pathologischen Veränderungen festgestellt (diagnostische Arthroskopie) und anschließend behandelt:

  • Synovektomie (Entfernung der entzündeten Gelenkinnenhaut)
  • Microfrakturierung/Arthrosebehandlung (Anfrischung und Anregung der Gelenkfläche bei fehlenden Knorpelschichten)
  • Entfernung von Osteophyten (Entfernung der Knochen- und Knorpelverwachsungen im Bereich der Gelenkflächen)
  • Behandlung des Labrum artiklularis (Behandlung der Bänder und Kapseln, die zum Hüftgelenk gehören)

Die Hüftgelenk-Arthroskopie und die damit verbundenen Behandlungsmöglichkeiten kann die Notwendigkeit eines Hüftgelenkersatzes mittels einer Totalendoprothese für Jahre oder für -vielleicht - auch immer hinauszögern.